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Interview: ENplus-Zertifikat garantiert höchste Pellets-Qualität |
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Experten-Interview mit Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts, zu ENplus, dem neuen Qualitätssiegel für Holzpellets.
Frage 1:
Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) hat mit ENplus gerade ein neues Qualitätssiegel für den Brennstoff Holzpellets geschaffen. Worin besteht der Vorteil von ENplus zertifizierten Pellets?
Antwort 1:
Ab diesem Jahr regelt die neue EU Norm 14961-2 die Qualität von Energiepellets. Mit dem neuen ENplus-Siegel stellen wir nicht nur sicher, dass diese Vorgaben eingehalten werden – ENplus geht in seinen Anforderungen sogar noch über diesen Standard hinaus. Dadurch bekommt der Verbraucher einen Brennstoff von maximaler Güte, der einen hohen Bedienkomfort garantiert.
Frage 2:
Worin genau bestehen die Anforderungen an die Hersteller und auch Händler, um das ENplus Logo für ihre Pellets zu erhalten?
Antwort 2:
Über die Vorgaben der neuen EU-Norm hinaus müssen ENplus-Pellets verbindlich einen Wert für die Ascheerweichungstemperatur einhalten. Durch dieses Prüfkriterium wird sichergestellt, dass nur saubere Holzspäne in den Pellets Verwendung finden und es im Kessel nicht zu Verschlackungen kommt. Das ist wichtig für einen störungsarmen Heizbetrieb. Alleinstellungsmerkmal und ein wesentlicher Pluspunkt von ENplus ist darüber hinaus die Einbeziehung des Pellethandels, der seine Qualifikation im Umgang mit den Pellets nachweisen muss. Bei ENplus werden hierzu im Sinne von Produktqualität und Verbraucherzufriedenheit strenge Anforderungen an Logistik, Lagerung und Lieferung gestellt.
Frage 3:
Das ENplus Qualitätssiegel sieht verschiedene Qualitätsklassen vor. Was bedeuten diese für den Verbraucher?
Antwort 3:
Das durch die europäische Norm vorgegebene Klassifizierungs-System ist recht einfach und übersichtlich aufgebaut. Klasse A1 bezeichnet die Premiumpellets mit besonders niedrigem Aschegehalt, die für den privaten Nutzer einer kleinen bis mittleren Heizungsanlage in Frage kommen. Pellets der Klasse A2 haben einen leicht höheren Aschegehalt und sind für größere Anlagen gedacht. Industriepellets werden mit B gekennzeichnet. Die für ihn wichtige A1-Kennzeichnung findet der Kunde direkt auf dem ENplus-Siegel.
Frage 4:
Wie weit ist die Zertifizierung des deutschen Marktes bereits erfolgt? Und wie wird die Zuverlässigkeit dieser Kennzeichnung gewährleistet?
Antwort 4:
Das Interesse der Branche an ENplus ist sehr hoch. Im Herbst 2010 erfolgt schon die Hälfte der heimischen Pelletsproduktion nach ENplus. Auch die ersten Händler nutzen das Qualitätssiegel schon. Die ENplus-zertifizierten Pelletshändler und Produzenten findet man unter www.enplus-pellets.de oder www.holzundpellets.de. Kunden sollten beim Brennstoffkauf unbedingt nach dem ENplus-Zertifikat der Ware fragen. Geprüfte Händler und Produzenten verfügen über eine Identifikationsnummer. Diese muss bei der Anlieferung per LKW auf dem Lieferschein vermerkt sein und bei Sackware auf der Verpackung stehen.
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Bildquellen:
Initiative Holz und Pellets,
Köln/Berlin
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